Zu vorbeugender Brandschutz

Spätestens wenn ein Bauherr einen Eingriff in die Substanz eines Gebäudes vornimmt, der nicht genehmigungsfrei ist, ist der Bauherr oder spätere Betreiber dafür verantwortlich, dass neben weiteren bautechnische Nachweisen (Standsicherheit, Schall-, Erschütterungsschutz) auch der Nachweis an den Brandschutz rechtzeitig erstellt wird.

Dies formuliert der Gesetzgeber im Art.12 der Bayerischen Bauordnung (BayBO):

Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.“

Und explizit in Art.62, ebenfalls in der BayBO, der die Einhaltung der Anforderungen des Gesetzgebers auch im Bereich des Brandschutzes als Nachweis fordert.

Hierbei werden dann von uns die gesetzlichen Anforderungen mit der tatsächlichen Bauausführung bzw. Bauplanung verglichen und gemeinsame Lösungsansätze zur Einhaltung der Vorgaben und Schutzziele erarbeitet. Der Brandschutznachweis gilt hierbei als Nachweis gegenüber der Bauaufsichtsbehörde oder einem Prüfsachverständigen für Brandschutz und belegt z.B. für ein Genehmigungsverfahren, dass die Anforderungen aus den gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind. Dies geschieht meist durch die Einhaltung der Bauordnung, kann jedoch in Einzelfällen auch zu Abweichungen vom Baurecht führen. In diesem Fall werden dann vollwertige Ersatzmaßnahmen (Kompensationsmaßnahmen) gemeinsam mit dem Bauherren erarbeitet, um dennoch die definierten Schutzziele erreichen zu können.

Bei Fragen zu Ihrem speziellen Bauvorhaben, sei es Umbau, Neubau oder Renovierung, bzw. den gesetzlichen Anforderungen die zu erfüllen sind, melden Sie sich gern bei uns.